„Park Kiewer Rus“

Nach einer guten Stunde Busfahrt erreichen wir den „Park Kiewer Rus“. Wir stehen vor einer alten Holzmauer mit einem Eingangstor, das von zwei Wachtürmen begrenzt wird.

In altrussischer Kleidung empfangen uns der Leiter des Parks und seine Begleitung recht herzlich. Nach altem Brauch werden uns Brot, Salz und Schnaps gereicht. Wir treten ein in die Stadt Kiew, wie sie vor 1000 Jahren ausgesehen hat. Alles, was es hier zu bestaunen und zu erleben gibt, spiegelt diese Zeit originalgetreu wider. Es ist eine einzigartige Rekonstruktion der Wladimir Stadt – des historischen Zentrums von Kiew aus der Zeit vom 5. bis 13. Jahrhundert.

Aus Liebe zur seiner Heimat hatte ein reicher Ukrainer die Idee dazu und mit seinem Geld begonnen, das Riesenprojekt in die Tat umzusetzen – alles authentisch, nach alten archäologischen Plänen und Unterlagen. Heute hat das alte Kiew schon Gesicht, auch wenn das Projekt noch nicht vollendet ist.

Wir durchstreifen den Park, betrachten die alten hölzernen Wohn- und Handwerkshäuser. Auf dem Turnierplatz zeigen gerade Bogenschützen ihr Können. In der Ehrenloge setzen wir uns auf den Sessel, von dem einst Großfürst Wladimir mit seinem Gefolge den Wettkämpfen zusah. Wir blicken auf die gewaltige Befestigungsmauer mit ihrem hohen Eingangstor und ihren Wachtürmen. Sie trennt den Außenbereich von der Innenstadt ab. Wir besteigen die Stadtmauer. Das Bauwerk ist bis zu 15 Meter hoch und aus dicken, massiven Stämmen und Balken gezimmert. 300 Meter dieser einmaligen Holzburgmauer stehen schon. In ihrem Inneren sind kleine gemütliche Schlaf- und Wohnräume eingebaut. Hier können alle, die das mittelalterliche Leben und Treiben intensiver kennen lernen wollen, für 25 Euro übernachten.

In den nachgebauten historischen Gasstätten werden mittelalterliche Gerichte angeboten. An den Wochenenden finden hier altrussische Spiele, Volksfeste und sportliche Wettkämpfe statt mit Schwertkämpfen, Reiterstunts und Dressuren. Wer möchte, kann dabei selbst mitmachen beim Bogenschießen, Messer oder Axt werfen. Wir selbst üben uns im Umgang mit den Schwertern.

Der Park ist auch Schauplatz für mittelalterliche Schlachten in der Kleidung und mit den Waffen der alten russischen Kämpfer. So wird die Kultur, das Leben und die Atmosphäre aus der Zeit der „Kiewer Rus“, des ältesten ostslawischen Staates, lebendig gehalten. Geschichte zum Anfassen, hautnah – ein tolles Erlebnis.

2016 10 18 Park Kiewer Rus

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